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Frauen RegioCup, SAP Cup und U17-ENTEGA-Cup

Während der SAP Cup am 24. Januar bereits in die achte Runde geht, steht am Tag davor auch die Premiere des U17-Turniers unter dem Banner der ENTEGA an. Auf die diesjährige „Losfee“ Kristin Demann kamen bei der Auslosung im Hotel Palatin in Wiesloch am 10. Januar also Extraschichten zu. Wenn es aber im Frauenfußball jemanden gibt, der mit Belastung umgehen kann, dann ist das „Tini“ Demann. Immerhin kann die Neu-Nationalspielerin aus Hannover von sich behaupten, im Trikot der TSG 1899 Hoffenheim noch keine Spielminute verpasst zu haben. Da bringt sie auch das Ziehen von ein paar mehr Kugeln natürlich nicht ins Schwitzen. Am Ende zeigten sich dann auch alle Beteiligten mit den Ergebnissen weitestgehend zufrieden, eine einfache Gruppe konnte man beim mittlerweile sehr starken Teilnehmerfeld ohnehin nicht erwarten.


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Dass die Faszination der Metropolregion FußballCubs ungebrochen ist, stellte auch Ronny Zimermann vom bfv fest. Nach dem Hype infolge der Frauen-WM im eigenen Land habe er zwar ein leichtes Abflachen der Begeisterung befürchtet, aber „die Halle in Rauenberg ist in jedem Jahr proppenvoll.“ Dass die Turniere ein sportlicher Fixpunkt in der Metropolregion sind, stellte auch Bürgermeister und Schirmherr Peter Seithel fest: „2016 wird ein Fußballjahr – und in Rauenberg startet es super.“ Nachdem sein fußballbegeisterter Vorgänger einen wichtigen Beitrag geleistet hatte, um die Veranstaltung zu etablieren, bezeichnete es Seithel als seine Schuldigkeit, nun ebenso seine Unterstützung anzubieten: „Ich freue mich, die Turniere von nun an auch persönlich begleiten zu dürfen.“ Das Wohlwollen des neuen Bürgermeisters fiel denn auch nicht auf taube Ohren, Vorschläge für neue Tribünenbauten ließen nicht lange auf sich warten.


Die allgemeine Heiterkeit konnte auch die Feststellung nicht trüben, dass die TSG beim SAP Cup noch nicht die oberste Stufe des Treppchens erklimmen konnte, seitdem „Tini“ in Hoffenheim spielt. An ihr sollte das jedoch am wenigsten liegen, immerhin war sie mit sechs Buden im Vorjahr die beste Torjägerin des Turniers. Am 24. Januar wird der Weg beim neuen Anlauf für die Hoffenheimerinnen über Vorjahresfinalist SGS Essen und die Zweitligisten Hessen Wetzlar und TSV Crailsheim führen. Dazu wird der Sieger des am Freitag stattfindenden RegioCups zu Hoffenheims Gruppe dazu stoßen. Ralf Zwanziger als Leiter des TSG-Frauenfußballs hofft natürlich auf die Zweitvertretung, die bereits im letzten Jahr über das Qualifikationsturnier ein Ticket für die Endrunde lösen konnte.


Mit ihren Losen war die „Glücksfee“ am Ende gut zufrieden. Zwar seien beide Gruppen sehr stark besetzt und böten einige Spannung, aber immerhin gehe man dem Schweizer Dauermeister FC Zürich aus dem Weg. Dieser sei schwerer einzuschätzen als die deutschen Zweitligisten. Die Gäste aus der Schweiz werden es in Gruppe A mit Titelverteidiger SC Sand, Bayer 04 Leverkusen, Zweitligist SV Weinberg und dem Zweiten des RegioCups zu tun bekommen.


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Weniger ausgeglichen gelang Demann die Auslosung des ENTEGA FußballCups. Obwohl sich beim neuen Turnier ausschließlich Bundesligisten die Ehre geben, ist die Gruppe A die tendenziell stärkere. Da passte es natürlich ins Bild, dass Demann die eigene U17 mit dem letzten Los den  großen Vereinen aus Freiburg, Frankfurt und Nürnberg zuteilte. Der Kampf um die beiden Halbfinalplätze sollte in dieser Gruppe besonders umkämpft sein und darf mit Spannung erwartet werden.

Dass es aber keine klaren Favoriten mehr gibt, macht den Reiz der MetropolCups aus. Hatten diese, wie Gerhard Schäfer von der Sportregion anmerkte, noch eher als „Leuchtturm nach innen“ begonnen, scheinen sie inzwischen auch nach außen über die Grenzen der Metropolregion hinweg. Auch Michael Monath vom SWFV bezeichnete die Veranstaltung als einen Glanzpunkt im Frauenfußball des Südwestens. Die Bühne ist also bereitet, die Vorfreude ist groß, die Spiele der MetropolCups können beginnen.