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Beachsoccer: Die Royals als Strandkönige

Sommer, Sonne Soccer – in der Beachsoccerarena des TuS Niederkirchen passte der Dreiklang am Wochenende. Unter zehn Mannschaften gelang den Beach Royals Düsseldorf mit einem 5:4-Finalsieg gegen die Bavaria Beach Bazis die Qualifikation zum Finalturnier um die deutsche Meisterschaft am 20. und 21. August in Warnemünde.


Unterschiedlicher hätte der Auftritt bei der Regionalentscheidung nicht sein können. Beach Royals und Bavaria Beach Bazis waren als klare Favoriten nach Niederkirchen gekommen, hatten an den vier Spieltagen der German Beach Soccer League (GBSL) die direkte Qualifikation zur Meisterschaft verpasst. Die Düsseldorfer boten gar mit Oliver Romig den Kapitän der deutschen Beachsoccer-Nationalmannschaft auf. „Für uns zählt nur der Sieg“, trugen die Royals ihre Zuversicht zur Schau.Auf der anderen Seite standen reine Spaßmannschaften. „Amateure gegen Bundesliga“ nannte das der Vorsitzende des Ausschusses für Breiten- und Freizeitsport im SWFV, Rainald Kauer. Uninteressant war das sicher nicht, denn so weit ist die Spitze der in der Liga organisierten Mannschaften noch nicht. Das bekamen gerade die Beach Royals in der Vorrundengruppe zu spüren, sie setzten sich nur hauchdünn mit 6:5 gegen den Pfalzvertreter FC Strandmatte Mutterstadt durch. „Und dabei waren wir noch nicht einmal in Bestbesetzung“, erklärte Mutterstadts Cheftrainer Sebastian Schiller. Schon die Qualifikation für die Regionalentscheidung wertete er als dicke Überraschung. „Dort waren wir auch nur, um Spaß zu haben.“ Hatten sie...


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Optimale Trainingsmöglichkeiten gebe es in Mutterstadt schließlich nicht. Die sind in Niederkirchen verbandsweit einmalig. Nur hier entspricht der Platz den Fifa-Beachsoccer-Normen, verwandelten 650 Tonnen Sand zwei ehemalige Tennisplätze in eine Funsport-Arena. „Aber man kann dafür alle Sandfelder nutzen. Beachsoccer ist eine Anlehnung an den Urlaub und kann die Palette der Vereine erweitern“, warb SWFV-Präsident Hans-Dieter Drewitz für mehr Begeisterung für den Trendsport.

Der hat nur oberflächlich etwas mit Fußball zu tun. Fallrückzieher und spektakuläre Ballstafetten gibt es hier im Sekundentakt. Torsituationen sowieso. „Der Ball ist viel häufiger in der Luft“, beschrieb dies Rainald Kauer. Deshalb ist der Torhüter in einer noch wichtigeren Position: „Er kann mit weiten, genauen Abwürfen direkt eine Torchance einleiten.“

 

Das klappte bei den Mutterstadtern im weiteren Turnierverlauf nur noch bedingt. Das ehrgeizige Ziel Halbfinale wurde nach einer 3:6-Niederlage im Viertelfinale gegen die Frankfurter Jungs verfehlt. Blut geleckt hat die „Strandmatte“ trotzdem: „Nächstes Jahr werden wir Beachsoccer möglicherweise etwas professioneller angehen und uns vielleicht auch einmal mit der GBSL befassen“, verriet Schiller. Gut so, sagte Rainald Kauer. „Wir wollen das Thema Beachsoccer weiter forcieren.“ Immerhin hat sich der DFB für die Ausrichtung der WM 2019 beworben. Man will Menschen ansprechen, „die mit dem offiziellen Fußball nichts zu tun haben“.

Quelle Text: Die Rheinpfalz - Montag, 1. August 2016 - von Volker Endres
Foto: SWFV