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05er Jannik Huth bei den Olympischen Spielen

Auch der SWFV ist in diesem Jahr mit einem Spieler an den Olympischen Spielen vertreten: Jannik Huth vom FSV Mainz 05. Rio de Janeiro – das Ziel aller olympischen Träume wird der Guldentaler (Kreis Bad Kreuznach) zunächst aber gar nicht zu Gesicht bekommen.


In Salvador und Belo Horizonte sind die Vorrundenspiele des deutschen Fußballteams bei den Olympischen Spielen in Brasilien angesetzt. In Brasilia könnte das Viertelfinale steigen. Erst im Halbfinale würden Huth und seine Bundesliga-Kollegen dann endlich Rio erreichen und den olympischen Herzschlag im legendären Maracana-Stadion spüren.


„Wir wollen natürlich nach Rio, das ist das Ziel“, sagt der 22-jährige Torwart, ergänzt aber: „Wir denken zunächst von Spiel zu Spiel.“ Die Vorrundengegner sind ja nicht ohne und im  Viertelfinale droht im Falle eines Weiterkommens ein echter Knaller mit Argentinien oder Portugal.

Huths Rolle in Brasilien ist klar definiert. Er ist die Nummer zwei hinter Timo Horn, der nicht nur ein Jahr älter ist, sondern bereits als Bundesliga-Stammtorhüter beim 1. FC Köln Meriten gesammelt hat. „Das ist so festgelegt, Timo spielt“, weiß Huth um seine Position. Deshalb will er Horn, den er bisher noch gar nicht persönlich kannte, tatkräftig unterstützen und für den Fall der Fälle Gewehr bei Fuß stehen – in einem schnelllebigen Turnier mit sechs möglichen Spielen in 16 Tagen kann ja auch jederzeit etwas passieren.


Richtig überraschend kam die Nominierung Huths nicht. Er war Dauergast bei den U 21-Länderspielen in den vergangenen Monaten, zudem passte er perfekt ins Nominierungsmuster des DFB, der sich bei der Kandidatenauswahl bekanntlich schwertat. So war beispielsweise festgelegt worden, dass nur zwei Spieler pro Verein nach Brasilien reisen dürfen. Einen weiteren Kandidaten hatten die Mainzer aber gar nicht in petto.


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Foto: GettyImages


„Natürlich ist es schön, nominiert worden zu sein. Aber ich würde das jetzt nicht als Krönung bezeichnen. Es ist eher ein weiterer Schritt in die richtige Richtung“, erklärt Huth. Er hat den Übergang von den Jugendteams der 05er zu den Männern Schritt für Schritt gemeistert, sich über die U 23, für die er in der Vorsaison 31 Drittliga-Spiele bestritt, nach oben gearbeitet. Mittlerweile ist er fest im Profikader angekommen, verlängerte unlängst seinen Vertrag bis ins Jahr 2020 – ein großer Vertrauensbeweis des Bundesligisten für sein Eigengewächs. 05-Manager Rouven Schröder lobt die „großen Entwicklungssprünge“ des 22-Jährigen.


Angefangen hatte alles bei der SG Guldental. Vater Gerd Huth trainierte damals den Nachwuchs und förderte zahlreiche Talente, die mittlerweile wie Jannik in höheren Ligen spielen. Über Hassia Bingen ging es in der U 14 ins Nachwuchsleistungszentrum der 05er. „Jannik ist ein klasse Kicker, die fußballerische Qualität zeichnet ihn aus“, analysiert Huth senior. Damit kann der Junior auch kompensieren, dass er mit 1,85 Metern für einen Torwart relativ klein ist. „Größe gehört nicht unbedingt zu meinen Stärken, aber ich gleiche das mit anderen Dingen aus“, sagt Jannik Huth. Sprungkraft zum Beispiel oder ein geschicktes Verhalten beim Elfmeter gehören zu seinen Pluspunkten.  In einem Testspiel der 05er in den USA parierte Huth unlängst gleich zwei Strafstöße. Eine Qualität, die ja vielleicht auch beim olympischen Turnier zum Tragen kommen könnte. Apropos USA: Die NBA-Stars haben es Jannik Huth angetan, eine Partie des Dream Teams würde er im Verlauf seines eigenen Olympia-Traums gern sehen.


Was sagt eigentlich der erste Trainer über den aktuellen Olympiacoach seines Sohns? „Horst Hrubesch ist für die Jungs so etwas wie der Lieblings-Opa, der genau weiß, wie er mit den Jungs umzugehen hat“, antwortet Gerd Huth. Jannik lächelt und nickt: „Herr Hrubesch ist ein sehr angenehmer Typ.“ Das trifft auch auf Klaus Thomforde zu. Der Kulttorwart des FC St. Pauli trainiert die Olympia-Keeper.


Quelle Text: Rhein Zeitung, von Olaf Paare

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