Home | Sitemap | Suche | Impressum | Drucken
Sie befinden sich hier: 

Passantragstellung Online mit positiver Bilanz

Nachdem in der Wechselperiode II 2015/16 das neue Programm Passantragstellung Online phasenweise von einigen Vereinen bereits im Test war, wurde nun von den meisten Vereinen in der Wechselperiode I 2016/17 überwiegend das neue Programm angewandt. Anträge, die über das Passantragstellung Online-Programm gestellt wurden, konnten somit reibungslos und schneller abgearbeitet werden.

 

Von Anfang an wurden tagesgleich sowohl Anfragen per Email als auch die gestellten Anträge bearbeitet. Auch die Möglichkeit, Anträge auf vorzeitiges Herren-/Frauen-Spielrecht einzuscannen und über das E-Postfach der Geschäftsstelle zuzustellen, erleichtert die Erteilung der Spielerlaubnis ungemein. Die Vereine machen davon einen regen Gebrauch.

Insgesamt  reduzierte sich die postalische Bearbeitung von Wechselanträgen auf 20 %. Trotz des Rückgangs hat sich der Arbeitsaufwand der Passstellenmitarbeiter dennoch nicht verringert, da sich die Arbeitsabläufe durch telefonische Aufklärungsarbeit sowie Email- und E-Postfach-Anfragen und Kontrollfunktionen grundlegend geändert haben. Zudem erhöhte sich die Anzahl der internationalen Vereinswechsel und der Erstausstellungen für Ausländer und Schutzsuchende enorm – seit Juni wurden alleine in diesem Bereich über 1000 Vorgänge von der Passstelle in Edenkoben bearbeitet. Dazu kommen knapp 800 weitere ausgestellte Zweitspielrechte in diesem Zeitraum.

 

Allgemein können wir unterstreichen, dass das Einführen des Passantragstellung Online-Programms für alle Beteiligten –Vereine, Spieler/innen und auch Geschäftsstelle, - positiv zu bewerten ist.  Es kommt dennoch immer wieder vor, dass einige Vereine mit der Handhabung der neuen DFBnet-Applikation aus verschiedenen Gründen fehlerhaft umgehen. Durch Anzeigen der abgebenden Vereine sowie durch Falschangaben beim Tag des letzten Spiels (zu überprüfen über die DFBnet-Applikation SpielPlus) bzw. beim Wegfall der Wartefrist ist die Geschäftsstelle angehalten, nach Anforderung von schriftlichen Stellungnahmen die Eintragungen zur Behandlung an die zuständigen Rechtsorgane weiterzuleiten. Nur in wenigen Fällen kam es hierbei bis zum Punktabzug.

 

Doppelregistrierungen

 

Bei den ersten Vereinsüberprüfungen der gesamten Unterlagen wurde als häufigster Fehler festgestellt, dass bei stellvertretenden Abmeldungen lediglich ein Passantrag vorlag. Auch weiterhin müssen die Vereine eine Abmeldungserklärung den Spieler unterzeichnen lassen, da eine Unterzeichnung des Passantrags nicht mit einer Abmeldungserklärung beim abgebenden Verein gleichzustellen ist. Es wurde zudem festgestellt, dass bei Erstausstellungen nicht die kompletten Daten der Identitätsnachweise übernommen werden (z.B. 2. Vorname). Zur Vermeidung von Doppelregistrierungen ist darauf dringend zu achten, da es sich ansonsten um keine Erstausstellung handelt und somit eine nicht berechtigte Spielerlaubnis gemäß § 10 SpO erteilt wurde.

Auch wenn nicht alle Anträge, wie z.B. Internationale Vereinswechsel, Vertragsamateurverträge, Zweitspielrechte, über das neue Programm abgewickelt werden können, konnte mit der Einführung der DFBnet-Applikation Passantragstellung Online ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum digitalen Passwesen im Südwesten gesetzt werden.

 

1

Telefonische Aufklärungsarbeit: der Arbeitsaufwand der Passstellenmitarbeiter – hier Andreas Hack – hat sich nicht verringert.


Quelle: SÜDWEST FUSSBALL, Ausgabe 4/2016