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Mit dem Ball im Zwergenland

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Frankenthaler Zeitung, 25.08.2017, von Stefan Tresch, Foto Bolte

 

Testphase für Pilotprojekt "20.000 plus III" des Deutschen Fußball-Bunds in Frankenthaler Kitas angelaufen: Erzieher städtischer Kindertagesstätten sind in Frankenthal zu Versuchszwergen mutiert. Für ein Bewegungsprojekt, das der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für Vorschulkinder ins Leben rufen will, testeten die Erzieher spielerische Elemente mit und ohne Ball im Turnraum der Kindertagesstätte Hans-Holbein-Straße.


„Spielen, erfahren, erleben – Bewegungsförderung mit und ohne Ball“ lautet der Arbeitstitel auf einer ersten Handreichung, die noch ein Entwurf darstellt. Für jüngere Schulkinder gibt es bereits ein solches Programm vom DFB. Nun sei man bewusst eine Stufe nach unten gegangen, um möglichst früh Anstöße für mehr Bewegungsfreude zu geben, sagt der Projektleiter beim Südwestdeutschen Fußballverband (SWFV), Oliver Herrmann. In der jetzigen Pilotphase werden die durch eine DFB-Projektgruppe entwickelten (Ball-) Spielideen getestet und auf ihre Alltagstauglichkeit überprüft. In die Testphase sind außer dem SWFV noch die Landesverbände Berlin und Niederrhein eingebunden.

 

Alle spielerischen Bewegungselemente beginnen ohne Ball. Die Anforderungen steigen nach und nach, können variiert werden und enden für den DFB idealerweise mit Ball am Fuß – müssen aber nicht. „Ab ins Zwergenland“ lautete die Aufforderung an die Erzieher nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Andreas Schwarz (SPD) und einer Einführung von Oliver Herrmann. Er durfte die Kommandos geben. Begrüßungsrituale mit unterschiedlicher Bewegungsintensität wurden praktiziert, bevor der Ball beim Laufen durch den Zwergenwald ins Spiel kam. Die Spiele lassen sich laut Herrmann je nach Gruppe anpassen. Immer gab er praktische Beispiele. „Es funktioniert nie nach der Devise: ein Ball, zwei Tore, Attacke“. Im Gegenteil: Keiner in der Gruppe soll ein Verlierer sein, das Erfolgserlebnis ist wichtig. „Der Ball sollte erst dann ins Spiel kommen, wenn die Abläufe bekannt sind“, erläuterte Herrmann.

In einer Trinkpause zeigten sich Silke Junker, Madeline Schäfer und Britta Seelert schon angetan von dem neuen Projekt. „Die Ideen sind meiner Meinung nach gut umsetzbar“, sagte Junker. Die Bewegungsspiele seien gut variierbar auf verschiedene Altersgruppen, ergänzte Schäfer. Drei Spielideen demonstrierte der Projektleiter den Erziehern. Die waren mit Spaß dabei.


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Im November ist laut Herrmann ein Treffen mit Vertretern aus allen Landesverbänden geplant, bei dem an dem Konzept gefeilt werde. Dann sollen die Erkenntnisse aus den Pilotveranstaltungen wie in Frankenthal mit einfließen. Es werde sicher 2018, bis das Projekt richtig an den Start gehe.


Am Ende gingen die Daumen aller Erzieher nach oben, als Herrmann fragte, ob sie sich vorstellen könnten, Elemente der Bewegungsspiele in den Kindergartenalltag einzubauen. „Ihr wart eine saugute Truppe. Schade, dass es schon rum ist“, befand er.

Läuft das Bewegungsprojekt an, sollen Lehrgänge für Erzieher in Edenkoben an der Sportschule des SWFV angeboten werden. Isabella Schwierz regte an, diese auch in den Kitas zu machen, da in jeder Einrichtung andere Platzverhältnisse herrschten.

Insgesamt positiv waren die Rückmeldungen, auch wenn einige Erzieher nicht zu ganz neuen Erkenntnissen kamen. Viele Einzelelemente seien bekannt, nur ein wenig neu verpackt, sagten Regina Wind und Johann Tobias. Dorothea Neumann war angetan vom Übungsleiter: „Er hat es verstanden, uns mitzunehmen. Es war supergut.“ Daniela Hocke würde sich wünschen, dass es wieder mehr Kooperationen von Sportvereinen mit Kitas gibt, egal in welcher Sportart. „Das ist leider eingeschlafen.“


Noch Fragen?

Für andere Erziehergruppen ist es noch möglich, das Angebot vorgestellt zu bekommen. Kontakt: Oliver Herrmann, Telefon 06323 9493660, E-Mail an Oliver.Herrmann@swfv.de.

 

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