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Von den Anden bis zur Lüneburger Heide

45 Jahre sind (noch) kein klassisches Jubiläum. Für den FC Ente Bagdad aus Mainz waren 45 Jahre trotzdem ein klasse Grund zu feiern. Mit einem Begegnungsfest im Haus der Kulturen in Mainz-Weisenau wurde das 45-jährige Bestehen des Freizeitteams, das unter dem Dach des Vereins Vitesse Mayence in Mainz-Bretzenheim zu Hause ist, gewürdigt.

 

Die Sportler aus der Landeshauptstadt setzen schon seit 1973, als sie von Abiturienten gegründet wurden, Ausrufezeichen für Toleranz und Internationalität. In den vergangenen fünf Jahren lag der Schwerpunkt mehr denn je auf der Integration von Geflüchteten. Dieses Engagement wurde bereits durch zahlreiche Ehrungen gewürdigt, zuletzt unter anderem durch den Integrationspreis des Deutschen Fußballbundes (DFB).


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„You´ll never watschel alone“: Ente Bagdad feiert 45-jähriges Bestehen.

 

Würden die Hobby-Fußballer samstags auf der Sportanlage ihres Vereins Vitesse Mayence die Flaggen ihrer Heimatländer hissen, dann würde in Mainz-Bretzenheim ein buntes Fahnenmeer wehen: Neben europäischen Ländern wie Belgien, Deutschland, Frankreich und Polen wäre Südamerika mit Chile und Bolivien ebenso vertreten wie Afrika mit Ägypten, Algerien und Marokko sowie neuerdings auch Asien mit Afghanistan und Syrien. Was alle eint, ist der Spaß am Fußball – egal ob noch „grün hinter den Ohren“ und gerade 17 Jahre alt oder noch rüstig unterwegs mit über 70. Es ist beim FC Ente zudem völlig egal, aus welchem Land, mit welcher Hautfarbe und mit welcher Religion jemand gegen den Ball tritt. „Diese Vielfalt ist es, die Ente Bagdad auszeichnet“, betont Enten-Präsident Ronald Uhlich und ergänzt: „Diese Vielfalt, und die Toleranz aller Enten, die Unterschiede zu akzeptieren und sich um gegenseitige Verständigung, auch außerhalb des Sportplatzes, zu bemühen.“

 

„Willkommen im Fußball“

 

Neben der Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz wurde im Rahmen des Programms „Willkommen im Fußball“ auch eine Kooperation mit Mainz 05 und der Stiftung Juvente geschlossen. Das Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, initiiert und gefördert von der DFL-Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, soll vor allem jungen Geflüchteten über den Sport die Integration erleichtern. Neu hinzu kam auch eine enge Beziehung zu dem Team von Makkabi Deutschland im Rahmen der Aktion „Nie wieder“ – einer bemerkenswerten Initiative zum Gedenken an die Verfolgung und Ermordung jüdischer Sportler in Deutschland. Neben zwei Freundschaftsspielen gegen Makkabi organisierten die Enten in Mainz auch einen Infoabend zum Thema. „Gut möglich, dass Ente Bagdad im kommenden Jahr zu einer Auslands-Fußball- und Kulturfahrt nach Israel reisen wird", skizziert Enten-Präsident Uhlich die nächsten Pläne.

 

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„Willkommen im Fußball“: Ente Bagdad zeigt sich 2017 in Berlin.

 

Spannende Reisen standen auch in den vergangenen Jahren auf dem Programm der Hobbykicker. So ging es nach Polen, nach Belgien sowie in das norddeutsche Lüneburg. Absolutes Highlight war jedoch die Reise im Jahr 2016 nach Bolivien, maßgeblich organisiert von den schon seit Jahrzehnten bei den Enten kickenden Brüdern Carlos und Victor und dessen Ehefrau Eva Choque. Voller Stolz und mit großer Freude präsentierten sie ihre Heimat in den Anden, organisierten zwei Fußballspiele in schwindelerregenden Höhen und zeigten dem Enten-Reisetross die Schönheit ihres Landes. „Mit Abstand die weiteste und anstrengendste Enten-Reise aller Zeiten“, bilanziert Uhlich mit einem Augenzwinkern den fünfzehntägigen Trip nach Südamerika.

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